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1 Einführung
1.1 Übersicht
Die
vorliegende Diplomarbeit ist ein Gemeinschaftsprojekt der Hochschule
Aalen mit der Firma Diener electronic in Nagold. In dieser Arbeit
sollen verschiedene Kunststoffe mit einer Niederdruckplasmaanlage der
Firma Diener durch Sauerstoff aktiviert werden.
Kunststoffe
sind ohne Vorbehandlung nicht, bzw. nur sehr schlecht zu verkleben
oder zu lackieren, weshalb dieses Verfahren vor die Plasmaaktivierung
angewendet wird.
Nach
der Plasmabehandlung sollen die Proben unter unterschiedlichen
Bedingungen ausgelagert werden. Abschließend werden
verschiedene Tests an behandelten, unbehandelten und gelagerten
Proben durchgeführt, um sie im Hinblick auf die Stabilität
der Plasmabehandlung und den Auswirkungen auf die Weiterverarbeitung
(Kleben und Lackieren) zu überprüfen.
1.2 Aufgabenstellung
Die
Plasmaaktivierung ist eine kostengünstige und wirtschaftliche
Vorbehandlung für Kunststoffe, Metalle oder auch Keramik, die in
vielen technischen Anwendungsfeldern eingesetzt wird. Allerdings muss
die Plasmabehandlung bisher zeitnah vor weiteren
Verarbeitungsschritten wie dem Kleben oder Lackieren erfolgen, da der
Effekt der Oberflächenaktivierung im Laufe der Zeit abnimmt.
In
dieser Arbeit soll anhand von unterschiedlichen Auslagerungszeiten
(ein Tag bis maximal vier Wochen), Plasmaaktivierungszeiten (30
Sekunden bis 20 Minuten) und Auslagerungsbedingungen (PE-Beutel,
Alufolie) untersucht werden, wie stark sich diese Bedingungen auf die
Stabilität der plasmaaktivierten Oberfläche auswirken.
Durch die unterschiedlichen Behandlungszeiten wird die
Oberflächenenergie stark verändert. Diese Tatsache kann
über die Kontaktwinkelmessung nachgewiesen werden. Die
Werkstoffoberfläche wird durch die Plasmaaktivierung verändert,
was sich auf das Benetzungsverhalten auswirkt.
Bei
der Auslagerung werden zum Verpacken der behandelten Proben PE-Beutel
und Alufolie verwendet.
Nach
der jeweiligen Auslagerungszeit werden die Proben verklebt und
lackiert, um das Verhalten der plasmaaktivierten Kunststoffe zu
überprüfen.
Für
die Klebung wird für die verschiedenen Kunststoffarten ein
Epoxidharzkleber der Firma DELO verwendet. Mittels Zugscherprüfung
wird die Klebefestigkeit bestimmt.
Der
andere Teil der Proben wird mit dem Airbrushverfahren lackiert und
mittels Gitterschnitttest wird die Lackhaftung untersucht.
Als
Ergebnis sollen Erkenntnisse gewonnen werden, die es erlauben
Aussagen über die Materialabhängigkeit der
Plasmaaktivierung, deren Abhängigkeit von der Aktivierungszeit
sowie der Weiterverarbeitung nach der Plasmabehandlung zu erhalten.
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